Weiterer Schritt im Seligsprechungsverfahren für Bischof Friedrich Kaiser: In diesen Tagen werden insgesamt 22 Exemplare der sogenannten „Positio“ („Stellungnahme“, „Gutachten“) an Kardinäle und Bischöfe im vatikanischen „Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungsprozesse“ ausgehändigt und ihnen für die kommenden Wochen zur eingehenden Lektüre überlassen. „Dies ist ein Fortschritt“, schreibt Schwester Inmaculata per Mail an den Caraveli-Förderverein, „und wir bitten Sie um Ihre Gebete.“ Die Missionsschwestern von Caraveli sind sehr dankbar, mit Dr. Hernandez eine kompetente Persönlichkeit gefunden zu haben, die in den letzten Jahren die Verfassung der „Positio“ über Friedrich Kaiser engagiert vorangetrieben hat. Eine „Positio“ (wörtliche Abkürzung für lat. „Positio super virtutibus“, also „Stellungnahme zu den Tugenden“) ist ein Dokument oder eine Sammlung von Dokumenten, die bei einem Seligsprechungsprozess verwendet wird, um einen Glaubenszeugen für „ehrwürdig“ zu erklären. Im Zusammenhang mit Bischof Kaiser hatten sich bereits seit Anfang Februar 2025 die theologischen „Konsultoren“ mit diesem wichtigen und umfangreichen Dokument befasst. Die Aufgabe der Konsultoren war es, den Text kritisch zu studieren und eventuelle theologische, historische oder sonstige sachliche Nachfragen zu formulieren, damit entsprechende Präzisierungen oder Klärungen vorgenommen werden konnten. Dies ist geschehen, ab jetzt breiten die Bischöfe und Kardinäle ein Votum vor, dass sie dem Papst überreichen werden. „Nun wollen wir uns darauf konzentrieren und Gott bitten, dass die Kardinäle und Bischöfe die Positio nicht verspätet lesen, damit sie ihren Bericht noch vor Jahresende an Papst Leo XIV. übermitteln können“, meint Schwester Inmaculata.
Silas Hoffjann (Zweiter von rechts) wurde am Samstag in der Abendmesse in St. Joseph unter anderem mit einem duftenden Dankeschön – einer Handvoll Körner vom Weihrauch des Typs „Palästina“ – aus der Messdienerschaft St. Joseph/St. Viktor verabschiedet, in der er seit 2013 aktiv war. Die Idee zu diesem Geschenk hatte Küsterin Antonia Schüttert (vorne links) gehabt, weil Silas Hoffjann gerne den Part des Weihrauch-Messdieners übernimmt. Im Beisein der Ministranten (von links) Tim Krajewski, Calvin Nobes, Beatrice Le Guay und Elias Hoffjann (hinten), Bruder von Silas, bedankte sich Pfarrer Markus Trautmann im Gottesdienst für den jahrelangen Altardienst des heute 22-Jährigen.
Die Gottesdienstbesucher erfuhren, dass der gelernte Elektroniker für Betriebstechnik seit knapp einem Jahr im Dom in Münster als Messdiener wirkt. Aktuell ministriert er mehrmals im Monat meist sonntags um 10 Uhr beim Kapitelsamt und/oder um 15 Uhr bei der Versper im Dom. Und das kam so: Als Weihbischof Dr. Stefan Zekorn am 15. September 2024 in St. Viktor die Festmesse zum 50-jährigen Jubiläum der Andheri – Kinder- und Leprahilfe Dülmen zelebrierte, wirkte Silas als Messdiener. Er fragte den Weihbischof, ob er bei der Verabschiedung von Diözesanbischof Dr. Felix Genn im März 2025 ministrieren dürfe – und Stefan Zekorn ermöglichte es.
Nach diesem großen Pontifikalamt mit Bischofs-Verabschiedung, das Silas tief beeindruckte und zutiefst berührte, wie er sagt, wurde er eingeladen, regelmäßig im St.-Paulus-Dom in Münster zu ministrieren.
Am 18. Mai 2026 verstarb in Duderstadt der frühere Pfarrer der Dülmener Pfarrei Maria Königin, Otto Büschleb. Geboren am 1. Juli 1938 in Hausen/Thüringen (Eichsfeld), trat er nach der Schule in den Augustinerorden ein. Am 3. April 1965 empfing er in Würzburg die Priesterweihe. Etliche Jahre wirkte der Ordensmann als Pater Alipius im Konvent in Dülmen, von 1983 bis 1996 als Pfarrer an Maria Königin. 1996 wechselte Büschleb in den Dienst des Bistums Münster und verließ für einige Jahre Dülmen. Als Ruheständler unterstützte er die Seelsorgeeinheit Buldern St. Pankratius und Hiddingsel St. Georg nach Kräften. Im Jahr 2013 wechselte er als Pfarrer i. R. nach Duderstadt im Bistum Hildesheim.
Schwester Teslin und Schwester Rupa, die seit über einem Jahr im Dülmener Franz-Hospital in der Krankenpflege wirkten, werden künftig in Dinslaken am Niederrhein arbeiten. Hier werden sie zusammen mit weiteren "Samaritan Sisters", die bislang in Friedrichshafen tätig waren, einen neuen Konvent aufbauen. Schwester Rupa und Schwester Teslin werden am 1. August in einer Altenpflegeeinrichtung in Dinslaken ihren Dienst aufnehmen. Zu Verabschiedung am 16. Juli erhielten die beiden Ordensfrauen ein "Coesfelder Kreuz" für die künftige Hauskapelle überreicht als sichtbare Erinnerung an ihre Zeit im Münsterland.



